Daniel

Aigentlich wollte ich ja gar nichts zu mir schreiben. Aber Bernd meinte, ich sollte doch.

Ich hatte mit Musik schon immer viel am Hut. Genauer gesagt, hatte ich viele verschiedene Hüte auf, musikalisch gesehen.

Mit acht Jahren fing ich an, Klavier zu spielen. Ein herrlich klingendes, aber verdammt kompliziertes und schwer zu spielendes Instrument, daher wollte ich als Teenager lieber Drummer werden. Das scheiterte dann aber an meinen Eltern, die wohl Schwierigkeiten mit der Nachbarschaft befürchteten. (Ich habe bis heute keine Ahnung, wieso). Also bekam ich ein Keyboard (auf dem man auch Schlagzeug Sounds erzeugen konnte -nehmt das, Mama und Papa!) – und das Schicksal nahm seinen beziehungsweise ich startete meinen Lauf.

Ich entdeckte, dass ich über Midi mein Keyboard an meinen Rechner anschließen konnte und baute mir mein erstes kleines Tonstudio auf. Mit Bruder und Freunden produzierte ich meine ersten eigenen Songs. Das hat viel Spaß gemacht und war toll, aber ich wollte mehr.

Vor allem die Möglichkeiten der Technik faszinierten mich mehr und mehr. Gute Technik ist sooo wichtig, damit Musik auch gut zu hören ist . Ich wollte von der Pike auf lernen, wie das funktioniert. Also alsolvierte ich an der SAE (School of Audio Engineering) in Köln eine Ausbildung zum Tontechniker. Im Grunde war das die Basis für alles, was folgen sollte: Jobs für verschiedene Tonstudios in Köln und als Livetechniker bei Musicals und Bands. Und bis heute bin ich meiner Einstellung treu geblieben: gute Musik soll auch gut klingen.

Ein kleiner Nebenaspekt: Jeder Musiker will, dass andere Menschen seine Musik hören. Aber wie kommst Du an der Anderen ran? Durch die Arbeit in einem kleinen Musikverlag lernte ich zusätzlich moderne Vermarktungswege kennen.

Also: Ganz grundsätzlich fasziniert mich die Verbindung von Musik und Technik. Ich finde, dass beides enorm viel Freiraum für Kreativität bietet, aber das man auch beides gut beherrschen sollte. Und das bringt uns zur AI in der Musik: sie bietet unglaublich viele Möglichkeiten, aber entscheidend ist, dass ich sie führe und nicht umgekehrt.

AI kann mich unterstützen, meiner Leidenschaft für Musik jeglicher Richtung Ausdruck zu verleihen – nicht weniger, aber ganz bestimmt auch nicht mehr. I’m the boss.

Und hier, genau hier, ist der Schnittpunkt zu meinem musikalischen „partner in crime“ Bernd. Der ist genauso drauf.